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"Milchpreis stellt zufrieden"

 

Thalmässing/Ingolstadt (ahl)

Auf ein erfolgreiches Milchwirtschaftsjahr blicken die Goldmilch-Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing zurück. „Produktion und Absatz waren hervorragend“, bilanzierte Vorstandsvorsitzender Michael Rehm in der Jahresversammlung.

 

So zahlten die Milchwerke 2011 Rehm zufolge durchschnittlich vier Cent mehr pro Kilogramm Milch als im Vorjahr. Deutschlandweit lag der Preis bei 35 Cent, in Bayern würden die höchsten Preise gezahlt, wie der Geschäftsführer Karl Kunz ergänzte. Wichtigster Punkt für die Milcherzeuger ist natürlich das Milchgeld. „Sehr erfreulich“, nannte auch er die Preisentwicklung für die Erzeuger, die 37,3 Cent netto (bezogen auf Milch mit 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß) erhielten. Damit wurde der bayerische Durchschnitt um knapp 1,5 Prozent, der deutsche sogar um zwei Cent übertroffen. „Der Milchpreis 2011 liegt deutlich über dem von 2010“, freute sich Kunz.

Weil in den bayerischen und deutschen Durchschnittspreisen auch die weit teurere Biomilch eingerechnet werde, Goldmilch aber ausschließlich konventionell erzeugte Milch verarbeite, sei der Abstand tatsächlich sogar noch größer, merkte der Geschäftsführer an.

Der Umsatz erreichte 2011 das neue Rekordergebnis von 62,9 Millionen Euro, das ist ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Drei Viertel wurden im Inland, ein Viertel im Ausland realisiert. Die Bilanzsumme hat sich von 20,1 auf 22,5 Millionen Euro erhöht, der Bilanzgewinn betrug rund 286 000 Euro. Verarbeitet wurden 128 Millionen Kilogramm Milch – entsprechend 351 000 Kilogramm pro Tag. Davon stammten 105 Millionen Kilo aus den Bauernhöfen der Genossenschaftsmitglieder, lediglich 22,9 Millionen Kilo wurden zugekauft.

Käse und Molkenpulver seien stabile Produkte, Sorge mache der Frischmilchmarkt, sagte Kunz. Abzuwarten sei die Entwicklung des Euro, doch hoffe er auf einen größeren Anteil des Exports. Weil der Arbeitsmarkt in Ingolstadt praktisch leer gefegt ist, will Goldmilch verstärkt auf Ausbildung setzen, investiert wurden zwei Millionen Euro, überwiegend in Ingolstadt, unter anderem für das neue Blockheizkraftwerk

Absatzschwerpunkt von Goldmilch ist die Vollmilch- und Sahnepulverproduktion für die europäische Schokoladenindustrie, darauf entfallen 66 Prozent des Umsatzes, 29 Prozent des Umsatzes machen Shake und Eisgrundstoffe aus, Hauptkunde ist McDonald’s, als Neukunde kam der Möbelgigant Ikea hinzu.

Keine Beanstandungen beim Jahresabschluss hatte der Aufsichtsrat, erklärte dessen Vorsitzender Georg Hussendörfer. Der Jahresabschluss wurde einstimmig bewilligt, nachdem Revisor Thomas Liebl vom Genossenschaftsverband ebenfalls keine Beanstandungen hatte. Der Gewinn wird den Rücklagen zugeführt.

Eine kleine Personalrochade hat es in der Jahresversammlung der Goldmilch-Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing gegeben: Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat ist Friedrich Brückel aus Eysölden, für ihn wurde Helmut Rottler – bislang Aufsichtsrat – mit einer Gegenstimme neu in den Vorstand gewählt. In den Aufsichtsrat turnusgemäß wieder gewählt wurden einstimmig Andreas Baumgartner aus Eitensheim, Josef Peter aus Pondorf, Johann Piendl aus Allersdorf und Martin Schmid aus Schweinskofen. In geheimer Wahl setzte sich Georg Dollinger aus Pyras gegen die vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten Thomas Brückel und Manfred Dorner als neues Aufsichtsratsmitglied durch.

Turnusgemäß und wegen Hofübergabe ist Vorstandsmitglied Friedrich Brückel ausgeschieden. Ihm überreichte Bereichsdirektor Klaus Hein vom Genossenschaftsverband Bayern die Silberne Raiffeisennadel des Genossenschaftsverbandes „für 34 Jahre verdienstvolle Tätigkeit“. Brückel war 1978 in den Aufsichtsrat der damaligen Molkereigenossenschaft Thalmässing eG und 1982 in den Vorstand gewählt worden. „Er war ein unerschütterlicher Verfechter der Fusion“, betonte Vorstandsvorsitzender Michael Rehm. Damit habe Brückel sich als „vorausschauend und weise“ erwiesen, denn die Fusion sei Voraussetzung für weitere Zusammenschlüsse, 1993 mit der Molkereigenossenschaft Langquaid und 1994 mit der MEG Riedenburg, gewesen. Für die Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing war Brückel bis 2005 Aufsichtsratsmitglied, dann war er in den Vorstand gewechselt.

Von Andrea Hammerl

28.03.2012 18:53 Uhr

 


 

Nach 34 Jahren verabschiedet sich Friedrich Brückel (mit Blumenstrauß) aus dem Vorstand der Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing und erhielt die Silberne Raiffeisennadel, überreicht von Klaus Hein vom Genossenschaftsverband Bayern - Foto: ahl

Die genossenschaftliche Rechtsform habe sich für die 835 Mitglieder bewährt, die gute Marktsituation wirke sich positiv auf den Auszahlungspreis für die Lieferanten aus.

 
 

"Bei Goldmilch sprudeln Milch und Geld"

 
 

Ingolstadt (DK) Die Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing eG (Goldmilch) hat im vergangenen Jahr den Absatz bei allen Produkten gesteigert und lag beim ausgezahlten Milchpreis erneut in der Spitzengruppe der bayerischen und damit auch der deutschen Molkereien.

Wie Goldmilch-Geschäftsführer Karl Kunz gestern bei der Generalversammlung der Genossenschaft in Ingolstadt sagte, legte die Milchanlieferung der 854 Mitglieder 2010 um 1,9 Prozent auf 100,3 Mio. Kilogramm zu und überstieg damit erstmals die 100-Millionen-Grenze. Zusammen mit 17,9 Mio. Kilogramm von anderen Molkereien zugekaufter Milch verarbeitete Goldmilch damit über 118 Mio. Kilogramm Milch – etwa 324 000 Kilogramm pro Tag – und damit um zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Durch diese Mengensteigerung und auch aufgrund des höheren Milchpreises wuchs der Umsatz von Goldmilch um 20 Prozent auf 53,3 Mio. 1, wovon drei Viertel in Deutschland erzielt wurden. Den größten Brocken machte mit knapp zwei Drittel des Umsatzes die Vollmilch- und Sahnepulverproduktion für die europäische Schokoladenindustrie aus.

Knapp 30 Prozent der Erlöse entfielen auf Produkte wie Shake- und Eisgrundstoffe, die überwiegend von McDonald’s abgenommen wurden – mit besonders starken Zuwächsen in Finnland. Nach der schon länger belieferten Fast-Food-Kette konnte Goldmilch im vergangenen Jahr auch den Möbelriesen Ikea als Neukunden gewinnen, nachdem eine Testphase für die Genossenschaft erfolgreich verlaufen war. Die übrigen sechs Prozent des Umsatzes erzielte der Frischdienst von Goldmilch.

Der von Goldmilch an die Lieferanten ausgezahlte Milchpreis in Höhe von 32,43 (Vorjahr: 28,28) Cent für Milch höchster Qualität mit 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß bedeutet ein Spitzenergebnis im bayerischen Vergleich. Damit wurde der bayerische Durchschnitt um einen Cent, der deutsche um rund 1,5 Cent übertroffen.

Im vergangenen Jahr investierten die Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing rund drei Mio. 1 und damit "deutlich über dem Niveau der Vorjahre", so Kunz. Mit der Erweiterung und dem Neubau einer Lagerhalle für Milchpulver "geht es auch im laufenden Jahr weiter", fügte der Goldmilch-Geschäftsführer an.

Kunz sieht den Milchmarkt derzeit in einer stabilen Verfassung. Trotz steigender Anlieferung könnten alle Produktgruppen problemlos angesetzt werden. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist Kunz zufolge neben der Inflationsrate innerhalb der EU vor allem der Export, der wiederum stark von der Währungsrelation von Euro und Dollar beeinflusst werde.

 

Von Norbert Schmidl

 

 


Milchanlieferung bei Goldmilch in Ingolstadt.Arch - foto: Rössle

 
DONAUKURIER, 23.03.2011
 
 
 

"Goldmilch zahlt bundesweit zweithöchsten Preis"

 
 

Ingolstadt (DK) Die Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing eG (Goldmilch) hat ihren Lieferanten im vergangenen Jahr – ebenso wie im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre – bundesweit die zweithöchsten Milchpreise gezahlt. Dies geht aus dem vor kurzem veröffentlichten Milchpreisvergleich der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), Bonn, hervor.

Dieser Auswertung zufolge hat Goldmilch 28,2 Cent pro Kilogramm für Milch mit 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß bei einer Jahresanlieferung von 500 Tonnen gezahlt, während der Durchschnitt in Bayern bei 26,7 Cent/kg und in Deutschland bei 25,1 Cent/kg lag.
 

Obwohl der Freistaat damit erneut bundesweit an der Spitze lag, ging der Auszahlungspreis auch zwischen Garmisch-Partenkirchen und Aschaffenburg im vergangenen Jahr deutlich – und zwar um zehn Cent/kg – gegenüber dem Vorjahr zurück. Damit konnte sich Bayern dem allgemeinen Absacken der Milchpreise ebenso wenig entziehen wie auch Goldmilch. Dies ist auch daran zu erkennen, dass die Genossenschaft mit ihren Standorten in Ingolstadt und Thalmässing im Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2009 auf einen Auszahlungspreis von 32,4 Cent/kg kam.

"Wir haben aus einer schwierigen Situation das Beste gemacht", sagten der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft, Michael Rehm, und Goldmilch-Geschäftsführer Karl Kunz gestern gegenüber dem DONAUKURIER mit Blick auf das Jahr 2009. Nachdem die Milchpreise seit der zweiten Jahreshälfte 2009 wieder im Steigen begriffen sind, rechnen die beiden für dieses Jahr bei Goldmilch mit einem durchschnittlichen Milchpreis von 31 bis 32 Cent/kg. Derzeit bewegt er sich laut Kunz sogar bei etwa 34 Cent/kg.

Er und Rehm sind aber vor allem stolz, dass sich Goldmilch konstant in der Spitzengruppe derer hält, die die höchsten Auszahlungspreise haben. So musste Goldmilch sowohl 2009 als auch im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre bundesweit nur der Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG den Vortritt lassen. Kunz ist sich zudem sicher: "Wir werden auch 2010 unter den Top Ten sein."

Goldmilch verarbeitet pro Jahr rund 100 Mio. kg Milch, die von etwa 550 Bauern bereitgestellt wird. Rund 95 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Goldmilch als Dienstleister und Weiterverarbeiter. So produzieren die Milchwerke aus rund zwei Drittel des Rohstoffes Milchpulver für die Schokoladenindustrie unter anderem in Belgien und Frankreich. Zudem werden in Thalmässing Speiseeis und Shakes hergestellt – seit über 30 Jahren für McDonald’s und seit kurzem auch für Ikea. Der Frischdienst mit Milch, Schlagrahm und Butter der Marke Goldmilch macht dagegen nur etwa fünf Prozent des Umsatzes aus.

 

Von Norbert Schmidl

 

 


 

Wer bei Goldmilch anliefert, bekommt einen guten Preis für seine Milch.? Arch - foto: Rössle

 
DONAUKURIER, 08.11.2010
 

"Finanzkrise trifft auch Goldmilch"

 
 

Ingolstadt (DK) Die Finanzkrise hat 2009 auch die Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing eG (Goldmilch) nicht verschont. Die Milchpreise sind deutlich gesunken. Dennoch hat das Unternehmen bundesweit die zweithöchsten Preise an die Milchbauern ausbezahlt.

Wie der Vorstandsvorsitzende der Milchwerke, Michael Rehm, gestern bei der Goldmilch-Generalversammlung in Ingolstadt sagte, habe die Genossenschaft inklusive Nachzahlung einen Milchpreis von 28,28 Cent je Kilogramm (bei 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß, ohne Mehrwertsteuer) gezahlt. Das seien zwar 10,89 Cent weniger als im Vorjahr gewesen, wie Goldmilch-Geschäftsführer Karl Kunz erläuterte. Der bayerische Durchschnitt sei damit aber immer noch um 1,5 Cent, der deutsche um nahezu drei Cent übertroffen worden. Insgesamt erhielten aber Kunz zufolge die Milcherzeuger "einen der niedrigsten Milchpreise der vergangenen 25 Jahre".
 

Die bei Goldmilch verarbeitete Milchmenge betrug laut Kunz im vergangenen Jahr 107,7 Millionen Kilogramm, was einem Tagesdurchschnitt von 295 000 Kilogramm entspricht. Sie lag damit leicht unter dem Vorjahreswert von 108,7 Millionen Kilogramm. Die Milchanlieferung eigener Erzeuger stieg gleichzeitig von 91,6 auf 98,4 Millionen Kilogramm – vor allem wegen 30 neuer Mitglieder aus dem Ammersee-Gebiet. Im Gegenzug sank die zugekaufte Menge von 17,1 auf 9,3 Millionen Kilogramm.

Der Umsatz von Goldmilch lag im vergangenen Jahr mit 44,3 Millionen Euro um 20,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Schwerpunkt ist die Produktion von Vollmilch- und Sahnepulver für die europäische Schokoladenindustrie, die zusammen fast zwei Drittel des Umsatzes ausmachten. Knapp ein Drittel der Erlöse wurde mit Produkten wie Shake- und Eisgrundstoffen erwirtschaftet, die überwiegend für McDonald’s hergestellt wurden. Das Geschäftsvolumen mit der Fast-Food-Kette stieg um 2,3 Prozent, vor allem durch vermehrte Lieferungen nach Finnland, während im Inland ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Sechs Prozent des Goldmilch-Umsatzes steuerte der regionale Frischdienst bei. Der Jahresüberschuss 2009 beträgt 159 000 Euro.

Die Investitionen der Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing betrugen im vergangenen Jahr vor allem wegen der Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen in Ingolstadt 4,2 Millionen Euro, während sie sonst nur 10 bis 15 Prozent davon ausmachen. Schwerpunkte der Ausgaben waren ein Supermarkt, ein Milchpulversilo, die Erweiterung des Tanklagers und Prozessanlagen zur Eiweißstandardisierung am Standort in Ingolstadt.

In seinem Ausblick sah Kunz den Milchmarkt 2010 in einer stabileren Verfassung als zuletzt. Bei nahezu allen Produkten seien die Preistiefststände überwunden und würden sich – "allerdings nur leicht" – nach oben bewegen.

 

Von Norbert Schmidl

 

 


 

Bild: Die Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing haben beim Milchpreis trotz eines deutlichen Rückgangs erneut einen Spitzenwert im bundesweiten Vergleich erzielt. - Foto: Bösl

 
DONAUKURIER, 24.03.2010
 

"Goldmilch zahlt Spitzenpreis"

 
 

Ingolstadt (DK) Die Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing (Goldmilch) haben 2008 den Erzeugern den höchsten Milchpreis seit 1989 ausbezahlt.

Der Milchpreis von Goldmilch ist gegenüber dem Vorjahr um 18,6 Prozent von 33,03 auf 39,17 Cent je Kilogramm (inklusive Nachzahlung, bei 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß, ohne Mehrwertsteuer) gestiegen. Damit liege Goldmilch um gut zwei Cent über dem bayerischen und um vier Cent über dem Bundesdurchschnitt, sagte Geschäftsführer Karl Kunz gestern bei der Generalversammlung in Ingolstadt. Mit diesem "Spitzenergebnis" sei Goldmilch zudem nach vorläufigen Ergebnissen "deutscher Vizemeister" beim Milchpreis.

Die bei Goldmilch im vergangenen Jahr verarbeitete Milchmenge betrug laut Kunz knapp 109 Millionen Kilogramm und lag damit fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Milchanlieferung bei Goldmilch von eigenen Erzeugern aus den Einzugsgebieten Ingolstadt, Thalmässing, Langquaid und Riedenburg betrug 91,6 (Vorjahr: 92,9) Millionen Kilogramm. 17,1 Millionen Kilogramm wurden von anderen Molkereien zugekauft, im Vorjahr waren dies noch 22 Millionen Kilogramm.

Der Umsatz der genossenschaftlichen Molkerei stieg Kunz zufolge trotz der geringeren Verarbeitungsmengen um fünf Prozent auf gut 56 Millionen Euro. Davon wurden drei Viertel in Deutschland und ein Viertel im Ausland realisiert. Als Absatzschwerpunkte nannte der Geschäftsführer die Vollmilch- und Sahnepulverproduktion für die europäische Schokoladenindustrie, die rund 68 Prozent des Umsatzes ausmachten. 26 Prozent der Erlöse wurden mit ultrahoch erhitzten Produkten wie Shake- und Eisgrundstoffen – überwiegend für McDonald’s – erzielt. Über den Frischdienst wurden sechs Prozent der Umsätze erwirtschaftet.

Der Bilanzgewinn von 123 000 Euro soll komplett den Rücklagen zugeführt werden.

Im Hinblick auf die laufenden Planungen für den Umbau und die Sanierung des Werks Ingolstadt tätigte Goldmilch im vergangenen Jahr nur geringe, deutlich unter dem Niveau der Vorjahre liegende Investitionen in Höhe von etwa 450 000 Euro. Schwerpunkte waren dabei ein neuer Steriltank in Thalmässing und die komplette Neugestaltung einer Trocknungswalze in Ingolstadt.

Bei seinem Ausblick nannte Kunz die Aussichten für das laufende Jahr "nicht besonders positiv". Der Milchmarkt präsentiere sich in äußerst schwacher Verfassung. Bei nahezu allen Produkten seien massive Preiseinbrüche zu verzeichnen. Eine Besserung sei derzeit nicht in Sicht. Laut Goldmilch-Vorstandschef Michael Rehm werde die Finanzkrise zudem den Strukturwandel der Milchwirtschaft weiter beschleunigen.

 

Von Norbert Schmidl

 

 


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Eine Bilanz des Geschäftsjahrs 2008 der Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing zogen gestern Geschäftsführer Karl Kunz, Vorstandsvorsitzender Michael Rehm, Aufsichtsratschef Georg Hussendörfer und Oberrevisor Johann Jobst vom Genossenschaftsverband Bayern (von rechts). - Foto: Herbert


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Podium Johann Jobst, Georg Hussendörfer, Dr. Karl Kunz, Michael Rehm (v.l.)


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Georg Hussendörfer, Johann Unterrainer, Dr. Karl Kunz, Michael Rehm (v.l.)

 
DONAUKURIER, 01.04.2009
 

"Qualität verbindet - McDonald's ehrt in München langjährige Lieferanten "

 

McDonald’s ehrt in München langjährige Lieferanten

München, 03. Dezember 2008. Wenn Partnerschaften lange Bestand haben, vermutet man zu Recht besonderen Erfolg. Ganz so wie im Fall von McDonald’s und seinen Lieferanten: Der Marktführer der deutschen Systemgastronomie ehrte am 2. Dezember sieben Unternehmen, die 2008 bereits seit bis zu 35 Jahren für McDonald’s produzieren – sei es exklusiv oder als renommierte Markenartikler.

Markenartikler und Qualitätsprodukte

Zu den von Rudolf Ringhofer, Senior Director Supply Chain McDonald’s Deutschland, mit dem Jubiläums-Award ausgezeichneten Stammlieferanten zählt die Hochland Deutschland GmbH, von der bereits seit 35 Jahren der Schmelzkäse für die Burger stammt. Darüber hinaus wurden die Goldmilch Milchwerke geehrt, die schon seit 30 Jahren die Zutaten für die leckeren McDonald’s Shakes und Sundaes liefern, sowie die Kraft Foods GmbH, die jetzt ein Vierteljahrhundert lang für feinen Kaffeegenuss bei McDonald’s sorgt. Ebenfalls ausgezeichnet für eine 25-jährige Zusammenarbeit wurde die Firma Hellma (Zuckertüten), für jeweils 20 Jahre die FSB Backwaren (Brötchen) sowie die Firma Seda (Endprodukt-Verpackungen) und für 15 Jahre Kooperation die Hochwald GmbH (Kaffeesahne).

Langfristigkeit als Gütezeichen

Bei seinen Lieferanten setzt McDonald’s auf bekannte Marken – und die richtige Philosophie. „Alle unsere Langzeitpartner haben eins gemeinsam: ein unumstößliches Verständnis für die hohen Qualitätsnormen von McDonald’s“, betont Rudolf Ringhofer. Die Qualitätsnormen reichen vom Stall bzw. Feld bis ins Restaurant und werden regelmäßig von unabhängigen Dritten kontrolliert. Auf die strikte Einhaltung muss sich schließlich jedes einzelne Restaurant und damit auch jeder Gast verlassen können – egal, ob bei Neuentwicklungen oder Standard-Produkten. „Vertrauen, Erfahrung und Dialog bilden die Basis für dauerhafte Partnerschaften“, so Ringhofer. „Diese sind von Jahr zu Jahr mehr Garanten für optimale Qualität“.

 


 

Verleihung der Ehrenurkunde für 30 Jahre McDonald's Lieferant

(v.l. Rudolf Ringhofer, Heike Bierweiler, Dr. Kunz, Rudolf Wöhrl, Matthias Buchheim)


 

Scheckübergabe vom 2.12.08 zu Gunsten der Ronald McDonald Kinderhilfe

(v.l. Stephanie Heinze, Dr. Kunz)

 
 
 

"Ein Märchen aus dem Fastfood-Land "

 

Thalmässinger Milch bei Mc Donald’s im Pappbecher

Die Milchwerke Thalmässing schreiben Erfolgsgeschichte - Seit 1993 wird die Fast-Food-Kette beliefert  Thalmässinger Milch bei Mc Donald’s im Pappbecher

 

Es waren einmal ... eine kleine Molkereigenossenschaft in Thalmässing und ein gewisser Herr McDonald in Amerika. Eigentlich konnten die beiden nicht zueinanderkommen – das Wasser des atlantischen Ozeans war viel zu tief. Aber als Ende 1971 die erste «McDonald’s«-Filiale in München eröffnete, war der Weg vom amerikanischen Traum zur bayerischen Milch plötzlich nicht mehr weit. Seit 2003 sind die Milchwerke Goldmilch in Thalmässing der einzige deutsche Milchlieferant von «McDonald’s«. Eine bayerische Erfolgsgeschichte.

THALMÄSSING - Der Erfolg der Milchwerke Goldmilch ist hinter bescheidenen Mauern verborgen. Gleich am Ortseingang von Thalmässing steht das schlichte, graue Gebäude. Das einzige Indiz dafür, dass darin Qualitätsprodukte für «McDonald’s« produziert werden, ist das stets verschlossene Eingangstor. «Das ist eine der Anforderungen von «McDonald’s«: «Unbefugte dürfen das Gelände nicht betreten«, erklärt Molkereidirektor Dr. Karl Kunz.

Für die Betriebsführung hat sich der groß gewachsene Direktor einen weißen Mantel und eine weiße Haube übergezogen – Hygienevorschrift. Für den Großkunden aus Übersee nehmen die 20 Festangestellten gerne die eine oder andere Sonderregel in Kauf. «McDonald’s« hat dem kleinen Betrieb schließlich den Erfolg gebracht.

Obwohl, und hier hakt der märchenhafte Einstieg ein wenig, Thalmässing nicht für sich alleine steht. 1987 haben sich die Molkereigenossenschaft Thalmässing und das städtische Milchversorgungswerk Ingolstadt zu den Milchwerken Goldmilch zusammengeschlossen. Die Anfänge der Zusammenarbeit zwischen «McDonald’s« und den bayerischen Milchversorgern wurden in Ingolstadt gemacht. Aber dann, nach der Fusion, wurde die Produktion für das Fastfood-Unternehmen nach Thalmässing verlagert. So wurde dort ab 1993 ausschließlich für die amerikanische Kette produziert. Wer hätte auch gedacht, dass sie sich so rasant in Deutschland ausbreitet? Über 1300 Filialen gibt es mittlerweile.

In der Hauptsaison von März bis Oktober fahren pro Woche 25 Lastwagen in Thalmässing vor, um den Grundstoff für Shake und Sahneeis abzuholen. Das sind zwei Millionen Liter im Monat. «Die verschiedenen Geschmacksrichtungen werden in den Stores (Filialen) zugegeben«, erklärt Kunz. Irgendwie wollen der American way of life und der bayerische Dialekt nicht so ganz zusammenpassen – auf liebenswürdige Art und Weise. Es klingt so nett, wenn Kunz, Betriebsleiter Peter Hiebl und die beiden Landwirte und Aufsichtsräte, Max Bauernfeind und Helmut Rottler, über die verschiedenen Geschmacksrichtungen von McFlurry, Mc Sundae und den Shakes philosophieren.

Vielleicht liegen die Wurzeln der Bodenständigkeit in der Gesellschaftsform: Die Milchwerke sind als Genossenschaft organisiert. «Jeder Lieferant ist Eigentümer der Molkerei«, sagt Bauernfeind und Stolz schwingt in seiner Stimme mit. Auch Kunz ist von den «Inhabern« bestellt. Knapp 1000 sind es insgesamt, 600 davon sind Milchlieferanten und wiederum 220 davon beliefern Thalmässing. Für die Produktion in der Marktgemeinde werden die Bauern im Umkreis von 50 Kilometern jeden zweiten Tag von einem der insgesamt zwei modernen Tanksammelfahrzeuge angefahren. 80000 Liter Milch fließen so pro Tag in die Anlage. 90 Prozent der Milch werden für «McDonald’s« verarbeitet, die restlichen zehn Prozent zu Milchpulver.

Im Werk selbst ist von der «Goldmilch« nichts zu sehen. Die Milch wird direkt aus den Sammelwagen in zwei riesige Lagertanks auf dem Hof gepumpt. Von dort aus geht es in den Maschinenraum, wo das weiße Gold pasteurisiert wird und dadurch gut drei Monate lang haltbar ist. Dann wird die Milch zurück in den Hof gepumpt und in zwei 6000-Liter-Tanks eingelagert – bis zur Produktion.

Am Produktionstag werden der Milch - je nach Rezept für Shake oder Eis - über eine Anmischanlage Zusatzstoffe zugeführt: etwa zehn Prozent Zucker, Glucose, Molkepulver und Stabilisator. 80000 bis 100000 Liter Grundmasse werden so pro Tag hergestellt. Die Mischung kommt dann in die Ultrahocherhitzungsanlage. Hier wird sie erst bis zu 140 Grad Celsius erhitzt und dann stufenweise abgekühlt. Anschließend wird sie in Steriltanks zwischengelagert und schließlich in der Abfüllanlage eingetütet. 15000 Zehn-Liter-Beutel kann die Anlage am Tag abfüllen. Jeweils zwei davon kommen in einen Pappkarton, der in unterschiedlicher Farbe beschriftet ist: rot für Eis, blau für Milchshakes.

Bevor die Kartons abgeholt werden, heißt es aber: abwarten. Vier Tage lang werden Proben im mikrobiologischen Labor im Haupthaus Ingolstadt untersucht. Erst nach der Freigabe fahren die Logistikunternehmer von «McDonald’s« vor und laden ein. Nach ein paar Stunden Fahrt wird die Goldmilch-Masse dann in einem der sechs Distributionszentren in Deutschland ausgeladen. Von dort aus werden die Produkte an die einzelnen Filialen verteilt. Dort schüttet ein Angestellter den Inhalt des Beutels oben in die Eismaschine und unten kommt – dank eines Quirls im Behälter – cremiges Eis oder Milchshake heraus. Und in jedem steckt ein Stück Goldmilch.




Katja Kölbl 27.9.2008

 

 


 

Betriebsleiter Peter Hiebl, Aufsichtsrat Max Bauernfeind, Molkereichef Karl Kunz und Aufsichtsrat Helmut Rottler (v.l.) sind stolz über den Erfolg der Milchwerke.

Die Verantwortlichen der Thalmässinger Milchwerke freuen sich über ihre Kooperation mit "McDonalds".     Foto: Katja Kölbl

 
Weißenburger Tagblatt 24.09.2008
 
 

"Goldmilch steigert Umsatz zweistellig "

 
 

Ingolstadt (DK) Die Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing (Goldmilch) haben das Jahr 2007 – laut ihrem Vorstandsvorsitzenden Michael Rehm ein "äußerst turbulentes Milchwirtschaftsjahr" – mit einem leichten Absatz- und einem deutlichen Umsatzanstieg beendet.

 

Das genossenschaftlich organisierte Unternehmen mit 1073 Mitgliedern konnte 2007 seinen Lieferanten aber erstmals seit vielen Jahren keinen Milchpreis zahlen, der über dem Landes- und Bundesdurchschnitt lag. "Das muss die Ausnahme bleiben", sagte Rehm gestern in Ingolstadt und kündigte gleichzeitig an, 2008 wieder zu überdurchschnittlichen Milchauszahlungspreisen zurückkehren zu wollen.

Laut Goldmilch-Geschäftsführer Karl Kunz betrug die bei den Milchwerken Ingolstadt-Thalmässing verarbeitete Milchmenge im vergangenen Jahr 114,9 Millionen Kilogramm, was 315 000 Kilogramm pro Tag entspreche und 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau liege. Die Milchanlieferung durch eigene Lieferanten aus den Einzugsgebieten Ingolstadt, Thalmässing, Langquaid und Riedenburg belief sich auf 92,9 Millionen Kilogramm, wobei das Wachstum von 2,4 Prozent genau dem bayernweiten Plus entsprach. 22 Millionen Kilogramm wurden von anderen Molkereien zugekauft, teilte der Geschäftsführer weiter mit.

Der Umsatz von Goldmilch stieg im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 53,5 Millionen Euro, ein Viertel davon wurde im Ausland erwirtschaftet. Für zwei Drittel der Erlöse sorgte die Vollmilch- und Sahnepulverproduktion für die europäische Schokoladenindustrie. 26 Prozent des Umsatzes entfielen auf UHT-erhitzte Produkte wie Shake- und Eisgrundstoffe, überwiegend für die Schnellrestaurantkette McDonald’s. Der Frischdienst trug sechs Prozent zum Umsatz bei, Konzentratprodukte sorgten für die restlichen zwei Prozent.

Die Investitionen der Genossenschaft beliefen sich 2007 auf rund 600 000 Euro, womit sie sich laut Kunz nach den "enormen Ausgaben" 2004 und 2005 wieder auf Normalmaß bewegten. Investitionsschwerpunkte waren ein Steriltank und der Kauf des Nachbargrundstücks in Thalmässing.

Das Rohergebnis ging 2007 von 6,2 auf 5,7 Millionen Euro zurück, unter dem Strich blieb ein Jahresfehlbetrag von 131 000 Euro.

Kunz zufolge bezahlte Goldmilch einen Milchpreis von 33,03 Cent je Kilogramm (ohne Mehrwertsteuer, bei 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß), was jeweils gut einen Cent unter dem deutschen und bayerischen Schnitt lag. Als Grund dafür nannte er "relativ langfristige Kontrakte, die eine zeitnähere Anpassung der Milchpreise an die veränderten Marktgegebenheiten nicht zuließen". Doch auch bei Goldmilch habe sich der Milchpreis 2007 um 9,3 Prozent erhöht, was der Geschäftsführer auf die verbesserte Marktlage zurückführte.

Von Norbert Schmidl

 


Bild: Sie standen bei der Goldmilch-Generalversammlung Rede und Antwort: Geschäftsführer Karl Kunz, Vorstandsvorsitzender Michael Rehm, Aufsichtsratsvorsitzender Georg Hussendörfer und Oberrevisor Johann Jobst vom Genossenschaftsverband Bayern (von rechts). - Foto: Rössle  

 
DONAUKURIER, 16.04.2008